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Was hilft bei Schmerzen? – reset Expertentipp
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Tipps zur Selbsthilfe bei Schmerzen

Wir alle haben von Zeit zu Zeit Schmerzen, Verspannungen oder kleinere Wehwehchen. Wenn andere Menschen darüber klagen, hat fast jeder von uns ein paar Tipps auf Lager, die wir gerne weitergeben.
„Das muss man kühlen und hochlegen!“, „Schonen und auf keinen Fall belasten!“, „Mach‘ da mal Wärme drauf!“ oder „Ich hab da eine richtig gute Salbe!“ sind nur einige Ratschläge, die wir alle schon einmal gehört haben.
Aber was davon hilft wirklich bzw. was hilft wann?

Vorweg ein ganz wichtiger Ratschlag, der immer gilt: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl!
Wenn Sie sich nicht sicher sind, was sie plagt oder wenn die Schmerzen zu stark sind, dann suchen Sie bitte einen Arzt, Heilpraktiker oder Physiotherapeut auf, der sich damit auskennt.

 

Was hilft bei Schmerzen?

Kälte
Wenn ein Körperteil bereits heiß und geschwollen ist, sagt uns der gesunde Menschenverstand, dass wir nicht noch zusätzlich Wärme drauflegen sollten.
In diesem Fall macht Kälte (z.B. Eiswürfel, Cool Packs, Umschläge mit Quark oder Retterspitz, kühlende Salben/Cremes) deutlich mehr Sinn. Kälte ist bei akuten Verletzungen meist unschlagbar zur Schmerzlinderung und um Einblutungen ins Gewebe nicht zu stark werden zu lassen.
Beobachten Sie bitte dennoch, ob Ihnen die Kühlung gut tut. Wir nutzen die Kälteanwendungen in kurzen Zeitintervallen von max. 8-10 Minuten. Bei längerer Dauer der Anwendung sorgt unser Körper für eine verstärkte Durchblutung des Gewebes – das Gegenteil des erwünschten Effekts.

 

Wärme
Wärme (Wärmflasche, Hot Packs, Rotlichtlampe, heiße Wickel, Wärmepflaster, wärmende Salben/Cremes) sorgt bei den Beschwerden für Linderung, die mit schlechter Durchblutung einhergehen.
Aber auch Wärme ist mit Vorsicht zu genießen: Beobachten Sie bitte, ob Ihnen die Wärme nur während der Anwendung und kurz danach gut tut oder ob sie auch langfristig für Linderung sorgt. Kehren die Beschwerden nach der Wärmeanwendung zurück, so ist Wärme keine Dauerlösung.
Manche Beschwerden werden durch eine reine Wärmeanwendung sogar schlimmer. Wir empfehlen daher, Wärme in Kombination mit Bewegung anzuwenden. Das fördert nicht nur die Durchblutung, sondern gibt Ihnen die Chance, dass sich betroffene Strukturen wieder lösen und „richtig strukturieren“.
Eine hervorragende Möglichkeit zur Kombination von Wärme und Bewegung haben Sie unter der Dusche. So setzen Sie einen Reiz zur Reparatur im Körper und nutzen die Linderung, um wieder in Bewegung zu kommen.

 

Bewegung
Bewegung im schmerzfreien Bereich ist unser heißester Tipp!
Egal ob bei akuten oder bereits chronischen Beschwerden helfen schmerzfreie Minibewegungen, nach und nach wieder die volle Beweglichkeit zu erlangen.

 

Schonen
Der häufig gehörte Tipp „Hochlegen und schonen“ hilft hingegen – wenn überhaupt – nur solange man hochlegt oder schont. Durch die reine Schonung merken wir hinterher, wenn wir wieder normal belasten möchten, dass die Belastbarkeit noch nicht da ist und die Beschwerden zurückkommen. Als weitere unerwünschte Nebeneffekte einer längeren Schonung oder Schonhaltung stellen sich Folgebeschwerden wie zum Beispiel Schmerzen an anderen Körperteilen oder auch eine Atrophie (Rückbildung) der umliegenden Muskulatur ein.

Nach akuten Verletzungen, wie zum Beispiel einer Knöchelverstauchung (Bänderriss, Bänderdehnung) macht es durchaus Sinn, das Bein zunächst einmal mit Kompression und Kühlung hochzulegen, damit es weniger stark anschwillt.
Schonung für kurze Zeit – im Sinne einer vorübergehend verminderten Belastung – ist sehr förderlich für den Heilungsprozess. Aus unserer Erfahrung ist das sogenannte PECH-Schema (Pause, Eis, Compression, Hochlagern) jedoch nicht der einzige Weg.
Meist funktionieren die Heilungsprozesse viel schneller, wenn wir die verletzten oder verformten Strukturen sofort bzw. möglichst schnell nach einem Trauma gezielt behandeln.

Ein Beispiel für die schnellere Belastbarkeit und den beschleunigten Heilungsprozess möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben:
Ich habe am eigenen Leib beim Fußball zweimal einen Bänderriss (Kapsel-Band-Läsion) im rechten Knöchel erlitten. Das erste Mal im Alter von 16 Jahren, das zweite Mal mit 31.
Beim ersten Mal wurde ich konservativ behandelt mit einem Salbenverband, Unterarmgehstützen für 6 Wochen, begleitend eine Schiene, um den Knöchel zu stützen, 6x Physiotherapie (Lymphdrainage, Elektrotherapie) und natürlich Sportpause. Ich habe nach insgesamt 10 Wochen wieder meine Sportfähigkeit erreicht und selbst dann noch eine Stützbandage zum Sport gebraucht, da sich mein Knöchel nicht stabil angefühlt hat. Ein langer und durchaus schmerzhafter Zeitraum.
Beim zweiten Mal wurde ich direkt am Ort des Geschehens behandelt (mit dem Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos), habe am selben Abend noch 3 Stunden Bowling gespielt und gespürt, wie mit jedem Schritt mein Knöchel wieder von alleine abgeschwollen ist. Am nächsten Tag war außer dem Bluterguss nichts mehr zu sehen. Ich wurde danach noch einmal behandelt und konnte eine Woche später wieder Sport betreiben, als wäre nichts gewesen.
Solche prägenden Erfahrungen am eigenen Körper lassen uns natürlich viel gezieltere Tipps an andere Menschen weitergeben.
Auch die Erfahrungen unserer Kunden geben uns täglich neue Aufschlüsse über Lösungsmöglichkeiten bei den unterschiedlichsten Beschwerden.

 

Da jeder Körper anders reagiert, müssen wir immer auf´s Neue herausfinden, womit wir am besten eine Veränderung erzielen können. Sollten Sie selbst nicht weiter kommen, hilft Ihnen der Physiotherapeut Ihres Vertrauens bestimmt gerne.
Packen Sie es an und unterstützen Sie aktiv Ihre Regeneration!


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